Wiesen im Wonnemonat Mai

Lebendes, schwer verletztes Rehkitz

Lebendes, schwer verletztes Rehkitz

Die Wiesen stehen voll im Saft, alles grünt und blüht. Ein bis zwei Rehe sind regelmäßig dort zu sehen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass sie ihre Kitze in die Wiese gelegt haben – zum Schutz vor Feinden.

Der nächste Tag:

Die Wiese ist kurz und klein gemäht. Die Rehe sind noch immer dort. Sie laufen verstört auf und ab. Flüchten bei Gefahr in den Wald, kommen wieder zurück. Sie suchen ihre Babys.

Manchmal finden sie sie und versuchen sie verzweifelt aus der Wiese herauszuführen, doch es ist nicht möglich. Die scharfen Messer haben die Vorderläufe des Kitzes abgetrennt. Wenn niemand kommt, um es zu erlösen, wird es noch mehrere Tage auf der Wiese verharren und jämmerlichst unter großen Schmerzen zugrunde gehen. Ein unvorstellbares Tierleid für Mutter und Junges.

Was können Sie tun, wenn Sie eine solche Situation vorfinden?

Beweise sammeln, Polizei rufen!

  • Sollten Sie in der Lage sein, sich die Situation näher anzusehen, dokumentieren Sie bitte unbedingt ihren Fund in Form von Bildern. Anschließend rufen Sie die Polizei, die dann wiederum den zuständigen Jagdpächter informiert. Sollte ein Kitz noch leben, so kann er es von seinen Leiden erlösen.
  • Sollten Sie nicht in der Lage sein, sich die Situation aus der Nähe anzusehen, verständigen Sie ebenfalls die Polizei. Diese muss Hinweisen nachgehen, auch Hinweisen, die den Tierschutz betreffen.
  • Sollten Sie den Jagdpächter bereits kennen, können Sie diesen natürlich auch direkt kontaktieren.

Und zu guter Letzt – informieren Sie bitte auch uns. Wir möchten langfristig mit unserer Arbeit erreichen, dass solche Methoden der Tierqual ein Ende finden. Und hierfür sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen!

 

Was wir tun, wenn Sie eine solche Situation vorfinden?

Sehr gerne können Sie auch uns über die Telefonnummer 09254 961 63 65 informieren, wenn Sie eine solche Beobachtung machen und weder selbst nachsehen, noch die Polizei rufen wollen. Wir werden zu Ihnen kommen und die Situation aufnehmen, dokumentieren und weitere Schritte einleiten.

 

Dieser Artikel wurde erstellt mit Hilfe fundierter Kenntnisse des Jagdpächters Andreas Ziegler und des aufmerksamen Beobachters (s. Kommentare) Gerhard Rauh. Vielen Dank!